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Die Trauer
Der
Abschied im Allgemeinen fällt uns im Leben oft sehr schwer. Den
geliebten Menschen durch den Tod zu verlieren, ist wohl die schlimmste Art,
Abschied zu erleben, und wo man selbst auch keine Wahl hat, mit zu entscheiden. Die
Fragen nach dem Warum und Weshalb bleiben und sind ein großer Bestandteil eines solchen Ereignisses. In
den Fällen, wo eine unheilbare Krankheit in Erscheinung tritt, haben wir noch die Möglichkeit,
uns in kleinen Schritten darauf vorzubereiten, dass
der Abschied unmittelbar bevor steht.
Bei
diesem Vorbereiten lernen wir in kleinen Schritten, uns auf die Krankheit
einzulassen und auch sie als Tatsache zu akzeptieren. Doch wir lernen dabei
noch etwas anderes, etwas ganz wichtiges...das LOSLASSEN
Auf einmal gibt es nichts wichtigeres, als den Augenblick im Jetzt zu
genießen. Plötzlich werden wir uns bewusst, wie kostbar diese Augenblicke sind,
denn
sie sind gezählt. Es gibt nichts, dem wir im Angesicht des Todes mehr Bedeutung beimessen, weil
wir plötzlich den
wahren Wert des Lebens erkennen.
In
dem Prozess der Krankheit liegt auch ein
Geschenk, nur erfassen wir es in diesem Moment nicht als Solches, und schon gar nicht
lassen wir es an uns
heran, weil der Schmerz uns alles abverlangt. Je nach Schwere der Krankheit
lernen wir, zu sehen, dass es für den Betroffenen auch eine Erlösung sein kann, den
letzten Weg anzutreten.
Doch egal, ob wir Zeit haben, uns darauf vorzubereiten oder nicht, für die Hinterbleibenden ist es immer ein Schock.
Diesen Schock nehmen wir selbst gar nicht als Schock war. Die
Geschehnisse nehmen ihren Lauf und fordern uns, ohne dass wir uns dessen bewusst
sind. Der
Schmerz über den Verlust des geliebten Menschen und die Plötzlichkeit, in der es eintritt ist so enorm,
dass wir gelähmt sind. Doch der Alltag mit den Anforderungen geht weiter und
möchte erledigt werden.
"Wo soll ich die Kraft
hernehmen, um das alles zu bewältigen?"
Der Wunsch nach Beistand ist
groß und gleichzeitig wollen wir in Ruhe gelassen werden. Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden.
In dieser schmerzvollen Phase erscheint uns das unvorstellbar und
gleichzeitig fragen wir uns, wann kommt die Zeit, da alles vorbei ist?
Dass
Krankheit uns von einem geliebten Menschen trennt, ist für mich noch eine
milde Form der Trennung, wenn man das überhaupt ermessen kann.
Das
Leben hat so viele Varianten und so ist es auch mit diesem, sehr emotionalen Thema, wo uns im Fall des Todes klar wird,
dieser Mensch ist aus meinem
Leben verschieden und hinterlässt eine große Lücke. Ja,
das stimmt, er hinterlässt eine große Lücke was uns bleibt, sind die Momente die
man gemeinsam genutzt hat und an die wir uns jetzt erinnern.
Diese
genutzte Zeit, die man zusammen hatte, ist jetzt das, woran wir uns erfreuen, und
stets im Herzen tragen, und dabei feststellen können, dass diese Person immer
noch ein Bestandteil unseres eigenen Lebens ist. Nur, jetzt eben auf eine
andere Art.
Der
Tag ist mit Trauer erfüllt, doch er ist auch noch mit anderen Dingen erfüllt und
möchte von Ihnen wahrgenommen werden. Das
Leben geht weiter und möchte Sie mitnehmen, mit Ihrer Trauer und trotz
dieser Trauer ein wenig, so gut es geht, den Tag mit seinen Geschehnissen, zusammen mit Ihnen
erleben.
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